Liebe auf den ersten Blick : stärkendes Kurkuma Kasha

18. Januar 2017

aktualisiert am

kurkuma kasha

Früh am Morgen, fast noch Nacht. Es ist dunkel, stockdunkel.
Kalter, feuchter Nebel hängt tief über den Straßen. Ich fröstele schon beim Blick aus dem Fenster und möchte gar nicht darüber nachdenken, dass ich gleich da raus muss. In die Kälte, die Dunkelheit. Ich bin unglaublich müde, die Nacht war viel zu kurz. Vor mir liegt ein 10 Stunden Flug, dabei weiss ich bisher nicht mal wie ich den Weg ins Bad schaffen soll.

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Manchmal hat mein Job wirklich quälende Seiten. Um gleich wohl gestärkt mit einem warmen, happy Gefühl im Magen in die Welt rauszugehen brauche ich jetzt dringend mein „Geheimrezept“ für ganz besondere Tage. Auch wenn ich mich viel lieber noch mal ins warme Bett kuscheln möchte, es hilft nichts.
Also ab in die Küche und mein „lebensrettendes Frühstück“ gemacht: Kurkuma Kasha!

Kurkuma KashaSättigender Buchweizen, wärmender Kurkuma und gesunde Fette aus Mandelmus und Hanfsamen, dazu eine lecker-süße Karamell Sauce, da kann der Tag auch noch so kalt und eklig sein.
Mit diesem Frühstück kann mir gar nichts etwas anhaben, und dir auch nicht. Wetten?
Kasha ist ein traditionelles Gericht aus Russland, und genau dort habe ich es auch kennengelernt.
Mitten in Moskau in einer kleinen Seitenstrasse nahe des Roten Platzes war ich letztes Jahr an einem kalten Wintertag unterwegs. Auf der Suche nach Bildern, Inspiration, Menschen und Eindrücken aus dieser schönen und gleichzeitig so sonderbaren, unnahbaren Stadt.
Ich liebe Moskau, aber diese Liebe ist ambivalent. Moskau hat wunderschöne Sommertage, mit strahlend blauem Himmel und freundlichen Menschen überall. Aber Moskau kann auch fies sein, eisig. Mit Nieselregen, der schon gefroren ist bevor er deine Haut berührt. Und der Miliz, die dich trotz des furchtbaren Wetters anhält, um deine Papiere zu kontrollieren.

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Keine Papiere

Eben diese Papiere fehlten mir an diesem Morgen und nach einer schier endlosen Diskussion, während der ich mehr Worte russisch gehört hatte als ich im Leben je verstehen werde, wollte ich nur eins: etwas warmes zu Essen. Meine Zehen waren zu Eis gefroren, meine Finger sowieso und ich wollte so gern etwas dampfend warmes in den Händen halten. Etwas, das einen versöhnt mit dem Wetter und der Welt, das einen glücklich zurück lässt. Glücklich und Satt. Denn ich hatte Hunger! Und wenn ich eines nicht vertragen kann, dann ist das Hunger. Das muss genetisch sein, schon mein Vater wurde unausstehlich wenn er Hunger hatte. Und auch wenn ich mich besser unter Kontrolle habe als er: Hunger quält mich und macht mir schlechte Laune.

Aber wohin ich auch sah- alles war geschlossen.
Alles bis auf dieses kleine Café. Runtergekommen sah es aus und schmuddelig, aber hatte ich eine Wahl? Die Tür zum Café ging mit einem leisen Knarren auf und als ich eintrat, traute ich meinen Augen nicht.
Das von aussen so verlassen wirkende Café war bis auf dem letzten Stuhl voll mit Menschen, die aßen, tranken, sich lautstark unterhielten und anscheinend sehr viel Spaß hatten.
Ich wollte mich grade wieder umdrehen, als eine kleine, ältere Frau auf mich zukam. Sie lächelte über das ganze Gesicht, sagte unglaublich viel und schnell auf Russisch, zog mich mit sich und setze mich auf einen Stuhl in eine winzige Ecke an einen Tisch der bereits übervoll war mit Menschen.
Da saß ich nun und war leicht überfordert.

English anyone?

Eine kurze Umfrage am Tisch ergab : NJET! Hier sprach keiner Englisch. Puhhh! Also gut, Zettel und Stift lagen auf dem Tisch, die Wirtin notierte darauf anscheinend die diversen Gläser mit Wodka die hier schon am frühen Nachmittag standen, und so machte ich mich daran ihr aufzuzeichnen was ich alles nicht esse. Ihr glaubt ja gar nicht wie schwierig es ist das Wort Milchprodukte darzustellen.
Sie schaute schon erst ein wenig verwundert, tätschelte mir dann aber beruhigend die Wange und irgendwie hatte ich tatsächlich das Gefühl das alles gut werden würde.
Auch die, durchweg etwas älteren, Tischnachbarn nickten zustimmend und ich entspannte mich, genoß die Wärme des Ofens der in der Ecke stand und harrte der Dinge.
Schon einige Minuten später stand vor mir der größte Teller Kasha den ich je in meinem Leben gegessen habe. Heiss und dampfend und unsagbar lecker.
Leider weiss ich bis heut nicht womit  dieser Buchweizen Kasha gewürzt war, den mir meine „Lebensretterin“ an diesem Tag servierte.
Ich habe bisher allerdings einige Variante ausprobiert und die, die ich heute mich euch teile ist eine meiner Liebsten.

 

Kurkuma Kasha mit Mandelmus und Hanfsamen

 

Ich koche für dieses Rezept meinen Buchweizen in Goldener Milch. Das macht aus dem eh schon wundervollen Gericht einen nahrhaften und stärkenden Brei (nichts anderes bedeutet das Wort Kasha), der euch an kalten Tagen von innen wärmt und einfach glücklich macht. Verfeinert wird er mit rohem Mandelmuß und Hanfsamen sowie einem guten Löffel feinster Karamell Sauce.

Kurkuma Kasha

Du kannst den Buchweizen natürlich mit jeder Art von Milch kochen. Aber ich würde wirklich empfehlen es mit der Kurkuma Milch aus diesem Rezept zu probieren, es ist herrlich!
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Zutaten

Anleitungen

  • Den Buchweizen in einen Topf geben und kurz leicht anrösten.
  • Milch aufgiessen und Ca 15-20 min köcheln lasse, je nachdem wie bissfest du ihn magst.
  • Zum Servieren Mandelmuß und Karamell darauf geben und Hanfsamen drüber streuen.
  • Auch Nüsse und Samen aller Art sind ein tolles Topping.
Rezept ausprobiert?dann zeig´s mir auf Instagram und markier mich mit @happy.mood.food oder #happymoodfood!
Fragen zum Rezept? Schreib mir!

Kurkuma Kasha

 

Kurkuma Kasha ist nicht nur ein wunderbares Frühstück für einen kalten Wintermorgen, auch als schnelles Mittagessen oder glücklich machendes Abendessen nach einem stressigen Tag ist es ein echter Glücklichmacher.

Кушай на здоровье! Lass es dir schmecken!

Ich muss jetzt leider los, der Flieger wartet nicht.

plenty of love,
S.
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KOMMENTARE
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[…] Kurkuma Kasha: glutenfrei, auf Basis von Buchweizen und in goldener Milch gekocht ist mein Kurkuma Kasha ein ideales Frühstück. Er sättigt lang, ist trotzdem leicht undwird nur mit Datteln gesüßt. Perfekt nicht nur für Herbst und Winter. Hier kommst du zum Rezept für Kurkuma Kasha. […]

Ich lese sonst oft den Blog nicht, sondern nur die Rezepte Aber bei Dir musste ich mich einfach durchlesen. Traumhaft geschrieben. Würde auch gern einen solchen Blog machen
Bin aber gleich gesagt technisch so unbegabt Hast du nen Tipp. Kompliziert? Dir noch viel Erfolg Alles Liebe Christina

Hallo liebe Christina, nein – wenn du dich ein bisschen einliest, ist es nicht wirklich kompliziert. Schau doch mal auf der Seite von Blogmojo vorbei, dort findest du viele hilfreiche Tipps!
Alles liebe
Stephanie

[…] allgegenwärtig. Egal ob als Buchweizenmilch, als herbstliche Buchweizenfladen mit Maronen oder als Kurkuma Kasha….für mich ist Buchweizen aus meiner Küche nicht wegzudenken. Aus Korea bringe ich mir immer […]

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