Heute geht es mal nicht um ein Rezept. Heute geht es um etwas, das mindestens genauso wichtig für unsere Gesundheit ist wie die Ernährung. Den Schlaf. Laut einer Studie der DAK leiden 80% der Deutschen unter Schlafproblemen. Als Flugbegleiterin kann ich von schlechtem Schlaf ein Lied singen. Jet Lag, Schichtarbeit, unregelmäßige Mahlzeiten und viele andere Faktoren, die unseren Schlafrhythmus beeinflussen, gehören für mich zur Tagesordnung. Da ich gängige Schlafmittel ablehne, habe ich irgendwann Melatonin getestet. Erst als in Tablettenform und dann als Melatonin Spray. Mit Erfolg.

Melatonin Spray

Melatonin Spray für einen schnelleren Schlaf

Melatonin ist ein Hormon, das aus Serotonin produziert wird und unseren Tag-Nacht Rhythmus steuert. Die Bildung dieses Hormons wird in der Zirbeldrüse gesteuert und u.a. durch Licht gehemmt. Bei Dunkelheit wird diese Hemmung aufgehoben und die Produktion steigt an. Soweit die (vereinfachte) Theorie. Allerdings gibt es einige Faktoren, die die Produktion von Melatonin hemmen und somit auch das Einschlafen erschweren.

Die fünf gängigsten Störfaktoren der Melatoninproduktion

Licht


Bei den meisten von uns ist auch am Abend helllichter Tag. Zumindest für unseren Körper. Denn selbst wenn wir die Beleuchtung dimmen, sorgen Tablett, Handy und Laptop mit ihrem blauen Licht noch immer dafür, dass die Melatoninproduktion unterdrückt wird. Geräte mit speziellem „Night Light“ können diesen Effekt mildern. Noch besser wäre es natürlich, mindestens eine Stunde vor dem zu Bett gehen ganz darauf zu verzichten. Auch der Fernseher sollte in dieser Zeit besser aus bleiben.

Spätes Training

Einige Menschen bevorzugen es Abends zu trainieren. Das kann allerdings dazu führen, das du schlechter einschläfst. Denn nach einem anstrengenden Workout werden Adrenalin und Cortisol in hohen Mengen ausgeschüttet. Dadurch wird weniger Melalatonin produziert. Besser wäre hier eine beruhigende Yoga Einheit oder nur sanftes, nicht allzu forderndes Training.

Stress

Wie auch beim Training schüttet dein Körper unter Stress Adrenalin und Cortisol aus. Wenn du über einen längeren Zeitraum immer wieder unter Stress stehst (und dieser kann auch seelischer Natur sein), werden diese beiden Hormone nicht mehr ausreichend abgebaut und (Ein-)Schlafstörungen entstehen.

Gestörter Biorhythmus

Unser Biorhythmus ist ein fragiles „Ding“. Schon kleinere Störungen können ihn durcheinanderbringen. Vielen fällt bereits die halbjährliche Zeitumstellung schwer und sie spüren die Auswirkungen tagelang. Da braucht es gar keine Fernreise mit acht Stunden Zeitunterschied. Schicht- und Nachtarbeit, langes wachbleiben am Wochenende und Ähnliches tun ihr Übriges dazu. So langweilig es auch klingt – unser Biorhythmus liebt Beständigkeit. Symptome eines gestörten Biorhythmus sind zum Beispiel: Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Abgeschlagenheit & starke Müdigkeit am Tag und Schlafstörungen in der Nacht. Außerdem können reduziertes Denkvermögen, Antriebsschwäche und Stimmungsschwankungen vorkommen. Viele Menschen mit Depressionen profitieren sehr von einem intaktem Biorhythmus.

Das Alter

Die körpereigene Produktion von Melatonin nimmt im Laufe des Lebens ab. Die größte Melatoninmenge wird bei Säuglingen im Alter von etwa 3 Monaten produziert, danach reduziert sie sich langsam. Bereits gegen Ende der Pubertät ist sie auf ungefähr 80 % der ursprünglichen Menge gesunken. Die im Alter so oft vorkommende Schlaflosigkeit hängt also auch mit einem niedrigen Melatoninspiegel zusammen.

Abhilfe schaffen durch Ergänzung mit Melatonin

Natürlich ist die Optimierung seiner Gewohnheiten und seiner Umgebung die nachhaltigste Lösung für eine bessere Schlafhygiene. Aber machen wir uns nichts vor, nicht immer hat man auf alles Einfluss. Schichtarbeit und Stress lassen sich manchmal nicht vermeiden und viel Reisen müssen (oder dürfen) manche von uns nicht zum Spaß, sondern beruflich. Daher ist Melatonin (zumindest für mich) eine einfache Ergänzung, die mich endlich wieder besser einschlafen lässt.

Tabletten oder lieber SLEEP SPRAY?

Als ich anfing, Melatonin zu verwenden, habe ich mich durch die verschiedensten Dosierungen in Tablettenform getestet. Von 0,5 mg bis zu 5 mg war da alles dabei. Während die niedrig dosierten Produkte entweder ewig brauchten, um zu wirken oder die Wirkung gar nicht eintrat, waren die höher dosierten Produkte oft mit leichten Nebenwirkungen verbunden. Kopfschmerzen am nächsten Morgen, ein Gefühl, wie leicht verkatert zu sein und unruhiger Schlaf waren die Folge. Alles in allem nicht so richtig zufriedenstellend. Also musste etwas anderes her.

Das BRAIN EFFECT SLEEP SPRAY – mehr als nur Melatonin

Das BRAIN EFFECT SLEEP SPRAY ist das einzige Melatonin Spray, das ich bisher getestet habe. Daher lassen sich meine Melatonin Spray Erfahrungen nicht auf andere Produkte übertragen.

Der Inhalt

Neben Melatonin enthält das Produkt eines der wirksamsten Ashwagandha-Extrakte. Mehr über Ashwagandha und warum es so wunderbar bei Stress (auch tagsüber) und Schlafstörungen hilft, liest du hier. Außerdem enthalten sind Lavendel Extrakt, Vitamin B6 sowie Zitronen- und Minzaroma. Das enthaltene Vitamin B6 hilft bei der Umwandlung von Tryptophan und Serotonin in Melatonin.

Die Dosierung

Die empfohlene Tagesdosis sind 8 Sprühstöße, damit erhältst du 1 mg Melatonin. Das ist eine Dosis, mit der auch Einsteiger gut zurechtkommen dürften. Solltest du merken, dass diese Dosierung für dich nicht die Richtige ist, kannst du sie individuell nach unten oder oben anpassen. Ich kann mit den empfohlenen 1 mg viel schneller Einschlafen und wache morgens frisch und ausgeruht auf. Ganz ohne den bei Tabletten oft entstandenen Hang-over.

Mein Fazit zum Melatonin SLEEP SPRAY

Ich habe das Spray nun einige Zeit lang täglich getestet und bin wirklich zufrieden damit. Obwohl es Sorbit als Süßungsmittel enthält (das Produkt ist zuckerfrei) und ich eigentlich eine Sorbit-Intoleranz habe, vertrage ich es gut. Wirklich überzeugt hat mich aber nicht nur die Wirkung, sondern auch die Dosierung der enthaltenen Wirkstoffe. Denn der Ashwagandha-Extrakt ist nicht nur als nettes Goodie auf der Liste der Inhaltsstoffe aufgeführt, weil es „so holistisch klingt“. Es ist tatsächlich in einer Tagesdosis von 5,2 Gramm enthalten und liegt damit im oberen Drittel der empfohlenen Tagesdosis von 3 bis 6 Gramm. Da du Ashwagandha nicht überdosieren kannst, musst du dir auch keine Gedanken darüber machen, eventuell etwas mehr von dem Spray zu verwenden. Auch das Vitamin B6 ist in einer vollen Tagesdosis enthalten.
Der Geschmack des Sprays ist minzig-frisch und angenehm dezent.


Alles in allem ist das BRAIN EFFECT SLEEP SPRAY ein gut wirksames und sinnvoll zusammengestelltes Produkt. Durch die direkte Aufnahme über die Schleimhäute im Mund wirkt es schnell. Außerdem bin ich ein großer Fan der Kombination von Ashwagandha und Melatonin, da sie sich in ihrer Wirkung unterstützen und das Ashwagandha auch am Tag seine stressreduzierende Wirkung zeigt.

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